Werdegang einer wilden Weisen

 

"Über sich selbst hinauszuwachsen das ist es was dem Leben Weisheit verschafft!"

 

 

Wie schön ist es für mich, wild und weise auf der Erde zu sein!

Die meiste Zeit verbringe ich bewusst als Mensch im Einfach-bei-mir-sein.

Ist mein Ruf als weise Wilde erst ruiniert.

Och, das macht mir nix, denn ich lebe mit jeder Menge Weisheit im menschlichen Körper frei, selbstbestimmt und völlig ungeniert.

 

Zum ersten Vollmond jedes Jahr im Mai fängt Neues an.

Daher folge ich gerne meiner Intuition und meinem inneren Drang.

Das Fest, das wir als Walpurgisnacht oder Beltane kennen.

Ich bins im Jahreskreislauf gerne als Übergang und Neuanfang gerne als Tanz in den Mai benennen.

 

Oh, wie liebe ich diesen Tag, und selbst die Sonne, der Mond und alle Planeten laufen immer rund und in ihrer natürlichen Bahn.

Ich, die wilde Weise, orientiere mich immer bewusster daran.

Und zwar von Anfang an.

Mein ganzes Leben lang.

 

So bin ich als Mensch von Natur aus mit der Natur verbunden.

Und tief sitzende Ängste hab ich längst überwunden.

Sehr oft verstehe ich die Sprache der Tiere.

Jeden Tag bin ich unaufhörlich am Studieren.

 

So kenne und nutze ich die Kraft der Pflanzen.

Mit den Naturwesen bin ich voller Freude am Tanzen.

Oft reise ich zwischen den Welten von oben bis unten.

Sehr bodenständig bin ich stets mit dem Universum, dem gesamten Kosmos verbunden.

 

Gerne kommuniziere ich mit dem großen Geist.

Der mir in Klarheit meinen Weg und neue Wege weist.

Oh, wie liebe ich mich selbst sowie alles Leben.

Gelernt habe ich, zu respektieren, ohne zu urteilen, mich dem gegenüber hinzugeben.

 

Gut zuhören kann ich, und mir schenken Mann und Frau Vertrauen.

Ja, auf mich kann ich jederzeit bauen.

In der Liebe und im Urvertrauen.

Wird mir nichts und niemand umhauen.

 

Verletzte Herzen darf ich flicken und voller Güte, Barmherzigkeit und Sanftmut heilen.

Stets präsent bin ich im Hier und Jetzt, aufmerksam am Verweilen.

Mir ist bewusst: Mich lenkt mein zartes, sehr feines inneres Wesen.

So kann ich überall die Botschaften erkennen und übersetzend lesen.

 

Wie gerne mag ich malen, tanzen, singen und lachen!

Mit dem Besen kann ich grob- bis feinstofflich alles reine machen.

Bei angenehmen Temperaturen bade ich gerne in fließenden natürlichen Gewässern.

In der Nacht fliege ich auf meinem Besen bis zum Mond über den Häuserdächern.

 

Meist zaubere ich im Haus in meinen Räumen.

Vermehrt befreie ich Orte von Anhaftungen, Parasiten samt Dieben und Räubern.

Gäste bin ich stets  mit guten Getränken und Essen am Verwöhnen.

Ich liebe es, den Gaumen anzuregen mit sinnesbetörenden Tönen.

 

Manchmal backe ich selber mal Brot.

Das Brot gibt mir Kraft und macht Frau Röders Wangen rot.

Oft bin ich mich in der Küche mit dem Verarbeiten von Kräutern am Austoben.

Ja, und den Tag bin ich immer vor dem Abend am Loben.

 

Von Natur aus kenne ich mich aus mit der Magie.

Oh ja, diese Magie, ich liebe sie.

Im rituellen Räuchern geb’ ich mich hin.

Denn im Rauch steckt so, so, so ganz viel drin.

 

Zaubern darf ich zum höchsten Wohle aller mit meiner Magie.

Oh, so eine wilde Weise, wie ich sie ja liebe, ich sie.

Eingebungen, und Empfindungen kommuniziere ich im Schreiben.

Damit diese schön sicht- und spürbar in Erinnerung bleiben.

 

Und das meistens in wortinspirierenden Reimen.

Damit Körper, Seele und Geist immer schön in Bewegung und im Schwingen bleiben.

Mit gleichgesinnten Weisen treffen in Voll- und Neumondnächten.

Studiere die Gesetze der Natur, die ursprünglichen, natürlichen, reinen und echten.

 

Im Kreis mit Gleichgesinnten am Lagerfeuer zu sinnieren, da fühle ich mich wohl.

Zu den Jahreskreisfesten trinke ich gerne mit Genuss Maibowle mit Erdbeeren, frischem Waldmeister und Alkohol.

Auch kenne ich mich aus mit Besprechungen.

Nie, niemals kann ich Heilung versprechen.

 

Meine Kraft tanke ich in den alltäglichen Ritualen.

Darf voller Mitgefühl spüren des Gegenübers Qualen

Die Medizin der Erde und der Natur nutze ich bei Schmerzen.

Werde gerufen, leiste Beistand im Übergang, wenn sich löschen die Lichter von sehr liebgewonnenen Herzen.

 

Manchmal tanze ich mit den Himmelsrichtungen Norden, Osten, Süden und Westen.

Wenn mir danach ist, ohne bestimmten Anlass und nicht nur zu Jahreskreisfesten.

Verbunden mit den Elementen Erde, Luft, Feuer, Wasser und Äther.

Und ich verschiebe wahrhaftig nichts gerne auf später.

 

Oh, wie liebe ich Farben, Töne, Klänge sowie aromatische, sinnliche Gerüche!

Sehr gerne nutze ich wahrhaftige und sehr weise Sprüche.

So zaubere ich als Mensch von früh am Tag bis tief in der Nacht.

Weil mir das Leben als wilde Weise pure Freude macht.

 

Quelle: Kerstin Angelika Röder 30.04.2022 in liebevollem Gedenken an J. und K. und alle Verstorbenen meiner Familie